Verliebter Pfarrer
Text und Musik: Werner Meier
Er schaugt ihr oft beim Kocha zua
Da kriagt er oft gar net gnua
So wia sie schaut, so wia sie lacht
Wia sie den Schweinsbratn macht
Wia sie de Knödl draat und dann
Sitzn sie beim Essn zam
Er daats gern oglanga ja
Doch sowas deaf er garnet doa
Na , da denkt er garnet hi
Sie san ja doch ganz streng per sie
Und doch werds eahm klar und imma klarer
Er is a verliebter Pfarrer
Er is verliebt, ja des is schlimm
In seine Haushälterin
Er woaß net ein und nimmer aus
Und sie wohnt a no mit im Haus
A Kreiz is des oft bei der Nacht
Da liegt er oft de ganz Zeit wach
Drei Zimmer weiter, des is gwiss
Wär für eahm des Paradies
Er hoits kaum aus, ja es packtn arg
Der Geist ist willig und des Fleisch a no stark
Und dann werds eahm klar und no vui klarer:
Er is a verliebter Pfarrer
Er daat sie küssen auf die Wangen und
Auf ihren schönen roten Mund
Aufn Hois und auf das Haupt
Da wo’ s sei Kirch gwiss net erlaubt
Wobei er mittlerweile glaubt
Dass des da Herrgott scho erlaubt
Sonst daat er ja doch garnix gspürn
Wia soll ma des denn no kapiern
Weil Gott erschuf doch zu der Liebe
Auch noch die wunderbaren Triebe
Und dann werds eahm nomoi vui klarer
Er is a verliebter Pfarrer
So a zarte Frauenhand
De ersetzt koa Ministrant
Ein Weihrauch ersetzt nicht das Parfüm
Von einer schönen Haushälterin
Irgendwann wird er sich traun
Er ladt sie ein zum Tatort schaun
Er mit Jeans und einem T-shirt
Es wird ein Breznstangerl Flirt
Wird sei Hand auf ihre legn
Bestimmt hat sie a nix dagegn
Und dann is des klar und no vui klarer:
Er is a verliebter Pfarrer
Ottenhofen/Markt Schwaben, 8. April 2010